Sonntag, 4. April 2010

Traditionen

Wir haben alle unsere Traditionen, und zu bestimmten Tagen kommen sie wieder hervor. Zu Festtagen beispielsweise. N hat "sein" Gericht, das er immer zu Weihnachten haben möchte, weil das in seiner Familie Tradition war, bei mir ist es zu Ostern eine selbstgemachte Remouladensauce zu den obligatorischen harten Eiern. Wir sind offensichtlich auf der Suche nach den Geschmackserlebnissen unserer Kindheit, den Traditionen, die schon in unseren Elternhäusern gepflegt wurden, den Dingen, die in unseren Augen Bestand haben, so weit wir uns auch sonst von den Gebräuchen und Lebenseinstellungen unserer Eltern entfernt haben.
Natürlich könnte man auch während des Jahres Remouladensauce selbst zubereiten, auch während des Jahres isst man ja harte Eier. Oder man reicht sie zu kaltem Braten oder Roastbeef. Wenn ich ehrlich überlege, dann habe ich sie in den letzten zwölf Monaten nicht zubereitet. Das letzte Mal zu Ostern im letzten Jahr. Und dieses Jahr eben wieder.
Ich mache zuerst eine Mayonnaise aus zwei Eigelb. Diese verdünne ich dann mit Sauerrahm oder Joghurt, und mische frische gehackte Kräuter darunter. Schnittlauch, Bärlauch, Kresse, auch Petersilie, Kerbel und Dill passen gut, frisch sollte es halt sein. Klein gehackte Gewürzgurke und ein in kleine Würfel geschnittenes hartes Ei runden die Remoulade ab.
Auf genaue Mengenangaben habe ich verzichtet, da ich die Sauce immer ohne Rezept und ohne Waage zubereite, eben so, dass sie schmeckt.

Remoulade

Keine Kommentare: